WARDOGS erreicht 3 Millionen Verkäufe – Team braucht Pause
WARDOGS hat die Marke von 3 Millionen Verkäufen geknackt und entwickelt sich damit zu einem der großen Überraschungserfolge des Jahres. Doch bei Entwickler BULKHEAD knallen nicht einfach nur die Sektkorken. Die vergangenen Wochen haben beim Team offenbar ordentlich Spuren hinterlassen.
Seit dem Early-Access-Start auf Steam geht es für den taktischen Multiplayer-Shooter steil nach oben. Mittlerweile stehen dort rund 54.000 Nutzerbewertungen, die insgesamt auf „Sehr positiv“ kommen. Gleichzeitig musste sich BULKHEAD aber mit Problemen beschäftigen, die bei einem derart schnellen Wachstum wohl niemand auf dem Zettel hatte.
DDoS-Angriffe, Cheater und der enorme Ansturm der Spieler sorgten dafür, dass das Team kaum zur Ruhe kam. Studio-Chef John Brammer zieht deshalb vorübergehend die Reißleine.
Nach 3 Millionen WARDOGS-Verkäufen gibt es eine Zwangspause
In einem ausführlichen Statement auf X spricht Brammer ziemlich offen darüber, wie es hinter den Kulissen aussieht. BULKHEAD sei vom Erfolg und dem damit verbundenen Aufwand regelrecht überwältigt worden.
Vor allem der Kampf gegen Cheater und wiederholte DDoS-Angriffe habe viel Zeit und Energie verschlungen. Gleichzeitig steckt dem Team natürlich noch der eigentliche Early-Access-Launch in den Knochen.
Die Konsequenz fällt ungewöhnlich aus: Ein größerer Teil der Entwickler wurde für diese Woche praktisch in den Urlaub geschickt. Die Auszeit ist also nicht einfach freiwillig entstanden. BULKHEAD will damit erreichen, dass die Mitarbeiter körperlich und mental wieder etwas herunterkommen.
Ganz funktioniert hat das offenbar nicht. Brammer räumt selbst ein, dass einige Entwickler während ihrer freien Tage trotzdem noch einiges erledigen mussten.
Für ihn ist die aktuelle Pause ohnehin kein Zeichen dafür, dass sich das Studio auf den 3 Millionen WARDOGS Verkäufen ausruhen möchte. Er vergleicht die Situation vielmehr mit einem Sprint, der gerade beendet wurde. Jetzt müsse sich das Team sammeln, denn anschließend beginne der eigentliche Marathon.
Die nächste Phase von WARDOGS soll „spicy“ werden
Besonders interessant ist Brammers Ausblick auf die kommenden Monate. Seine Aussage, der nächste Teil der Reise werde „spicy“, sollte allerdings nicht falsch verstanden werden. Damit kündigt BULKHEAD keinen Nachfolger oder zweiten Teil von WARDOGS an.
Gemeint ist die weitere Entwicklung des Shooters.
Brammer macht dabei keine großen Versprechungen, dass plötzlich sämtliche Baustellen verschwinden. Ganz im Gegenteil. Er rechnet damit, dass weiterhin Probleme bestehen werden. Es könne sogar der Eindruck entstehen, dass BULKHEAD nicht auf die Community hört. Auch Diskussionen über sinkende Spielerzahlen erwartet der Studio-Chef offenbar bereits.
Trotzdem soll WARDOGS langfristig weiterentwickelt werden. Durch den kommerziellen Erfolg befindet sich BULKHEAD nach eigener Einschätzung nun in einer Position, in der Version 1.0 und die Zeit danach möglichst ohne größere Kompromisse umgesetzt werden können.
Dabei will das Studio auch experimentieren. Mit jeder neuen Season sollen Dinge verändert und neue Ideen ausprobiert werden, damit WARDOGS nicht irgendwann auf der Stelle tritt.
Der nächste Schritt steht bereits unmittelbar bevor: Weitere Informationen zu Season 2 sollen im Laufe der kommenden Woche folgen.
Nach 3 Millionen Verkäufen dürfte BULKHEAD jedenfalls genügend Spieler haben, die ganz genau hinschauen werden, wohin sich WARDOGS als Nächstes entwickelt.
