NO LAW setzt auf Dichte statt Größe – So entsteht Port Desire

NO LAW Port Desire

Viele Open-World-Spiele werben mit riesigen Karten. Das Team von Neon Giant verfolgt bei seinem kommenden Shooter jedoch einen anderen Ansatz. Während des Unreal Fest 2026 erklärte das Studio, warum bei NO LAW nicht die Größe der Spielwelt im Mittelpunkt steht, sondern deren Dichte und Interaktivität.

Unter dem Motto „Density Over Scale“ konzentrieren sich die Entwickler darauf, jeden Abschnitt der Stadt Port Desire mit Details, Reaktionen und spielerischen Möglichkeiten zu füllen. Das Ergebnis soll eine Open World werden, die sich lebendig anfühlt und an jeder Ecke etwas Neues bietet.

 

Warum Port Desire anders sein soll als andere Open Worlds

Tor Frick, Creative Director at Neon Giant

Obwohl Neon Giant nur aus rund 20 erfahrenen Entwicklern besteht, arbeitet das Team an einer nahtlos verbundenen Cyber-Noir-Metropole. Port Desire wurde speziell darauf ausgelegt, nicht durch ihre Ausmaße zu beeindrucken, sondern durch ihre Atmosphäre und ihre hohe Detaildichte.

Möglich wird das durch moderne Technologien der Unreal Engine 5. Mit Nanite können extrem detaillierte Umgebungen dargestellt werden, ohne die Performance zu gefährden. Gleichzeitig sorgen Lumen und MegaLights für ein vollständig dynamisches Beleuchtungs- und Wettersystem.

Besonders interessant ist dabei die Rolle des Lichts. Spieler können beispielsweise Straßenlaternen zerstören und ganze Bereiche in Dunkelheit tauchen. Gegner reagieren anschließend auf veränderte Lichtverhältnisse, Schatten und Geräusche. Dadurch entsteht eine Spielwelt, die nicht nur dekorativ wirkt, sondern direkt auf das Verhalten der Spieler eingeht.

 

Über 3.000 NPCs sollen Port Desire zum Leben erwecken

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bevölkerung der Stadt. Mithilfe des Mass Frameworks und der MetaHuman-Technologie sollen mehr als 3.000 unterschiedliche NPCs die Straßen von Port Desire bevölkern.

Die Entwickler setzen außerdem auf dynamische Umgebungsreaktionen. Durch die Kombination aus PCG, Niagara-Datenkanälen und Chaos-Physik entstehen zerstörbare Elemente, Partikeleffekte und Umgebungsreaktionen, die sich unmittelbar an den Aktionen der Spieler orientieren.

Creative Director Tor Frick erklärte, dass Neon Giant mithilfe der neuesten UE5-Technologien viele klassische Entwicklungsgrenzen überwinden konnte. Dadurch sei es erstmals möglich geworden, die kompromisslose Vision von Port Desire umzusetzen, die das Team bereits seit Jahren verfolgt.

 

Was steckt hinter NO LAW?

In NO LAW übernehmen Spieler die Rolle von Grey Harker, einem ehemaligen Soldaten, der sich durch die Küstenmetropole Port Desire bewegt. Missionen sollen auf unterschiedliche Weise lösbar sein. Wer möchte, kann unbemerkt vorgehen und Gegner umgehen. Alternativ lassen sich Einsätze auch mit direkter Gewalt und offenen Feuergefechten absolvieren.

Das Spiel setzt auf eine Mischung aus Open World, Shooter-Gameplay und einer erzählerischen Cyber-Noir-Welt mit zahlreichen Charakteren und Fraktionen.

Entwickelt wird NO LAW von Neon Giant in Zusammenarbeit mit KRAFTON für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Einen konkreten Veröffentlichungstermin haben die Entwickler bislang noch nicht genannt.

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