Gears of War: E-Day – Warum der 4-Spieler-Koop so viel Entwicklungsaufwand kostet

Gears of War: E-Day 4-Spieler-Koop

Als Microsoft und The Coalition erstmals den 4-Spieler-Koop in Gears of War: E-Day vorgestellt haben, war die Begeisterung bei vielen Fans sofort spürbar. Schließlich gehört das gemeinsame Kämpfen gegen die Locust seit Jahren zu den beliebtesten Elementen der Reihe. Was viele Spieler allerdings nicht sehen: Hinter diesem Feature steckt offenbar deutlich mehr Arbeit, als man vermuten würde.

Wie Creative Director Matt Searcy jetzt gegenüber GamesRadar verraten hat, war der 4-Spieler-Koop in Gears of War: E-Day eine „riesige Investition“ für das Studio. Die Entscheidung fiel bereits zu Beginn der Entwicklung und sollte einen wichtigen Teil der Gears-DNA zurückbringen.

 

Der 4-Spieler-Koop soll das echte Squad-Gefühl zurückbringen

Laut Searcy drehen sich Geschichten in Gears seit jeher um kleine Trupps von Soldaten. Genau deshalb setzte sich das Team früh das Ziel, die Kampagne so aufzubauen, dass jeder Charakter aktiv spielbar ist.

Das Besondere daran: Du wählst nicht einfach nur einen alternativen Skin aus. Stattdessen soll die komplette Geschichte aus der Perspektive des jeweiligen Charakters erzählt werden. Egal für wen du dich entscheidest, die Handlung begleitet deine Figur durch die gesamte Kampagne. Du verlässt ihre Sichtweise nie und erlebst die Ereignisse direkt aus ihrer Perspektive.

Für The Coalition war genau dieser Ansatz einer der Hauptgründe, warum der 4-Spieler-Koop in Gears of War: E-Day so viel zusätzliche Entwicklungszeit verschlungen hat.

 

Jede Mission muss für einen bis vier Spieler funktionieren

Die Entwickler haben bereits in früheren Teilen von Gears of War Modi mit vier Spielern umgesetzt. Bei einer vollständigen Story-Kampagne sieht die Sache jedoch deutlich komplizierter aus.

Searcy erklärt, dass sämtliche Bereiche des Spiels so gebaut werden mussten, dass sie gleichermaßen für Einzelspieler, Zwei-Spieler-Koop, Drei-Spieler-Gruppen und den vollständigen Vier-Spieler-Koop funktionieren. Das betrifft nicht nur die Größe der Levels, sondern auch Deckungen, Gegnerplatzierungen, Wegeführung und die allgemeine Dynamik der Kämpfe.

Ein Abschnitt, der alleine perfekt funktioniert, kann mit vier Spielern schnell zu eng wirken. Gleichzeitig dürfen größere Areale im Solo-Modus nicht leer oder langweilig erscheinen. Genau deshalb investierte das Team viel Zeit in die Gestaltung der Spielräume und Kampfarenen.

 

Solo-Spieler sollen nichts verpassen

Trotz des großen Fokus auf den 4-Spieler-Koop in Gears of War: E-Day betont The Coalition, dass das Einzelspieler-Erlebnis weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Die Mechaniken werden laut Searcy zunächst für Solo-Spieler entwickelt und anschließend auf größere Gruppen ausgeweitet.

Wer lieber alleine gegen die Locust kämpft, soll dieselbe hochwertige Kampagne erleben können. Der Koop-Modus erweitert die Möglichkeiten lediglich um zusätzliche Taktiken und Teamstrategien. Gerade in den größeren Schlachtfeldern können mehrere Spieler gleichzeitig verschiedene Ziele verfolgen, Gegner flankieren oder unterschiedliche Waffenrollen übernehmen.

Für Fans bedeutet das vor allem eines: Wenn du die komplette Geschichte von Gears of War: E-Day gemeinsam mit Freunden erleben möchtest, steht dem nichts im Weg. Laut The Coalition war genau dieses Ziel den enormen Aufwand wert.

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