Escape from Tarkov: Flohmarkt erst ab Stufe 40 voll nutzbar

Escape from Tarkov Flohmarkt

Escape from Tarkov hat mit dem 1.0-Update die Wirtschaft einmal komplett auf links gedreht – und der Flohmarkt (Flea Market) landet dabei überraschend hart auf dem Operationstisch. Wer dachte, der klassische „ab Level 15 geht’s los“-Moment würde den gewohnten Handel öffnen, wird jetzt ziemlich unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Tarkov Flohmarkt ist zwar noch da, aber längst nicht mehr so offen wie früher. Ein Großteil der Kategorien bleibt nämlich gesperrt, bis du dich durch etliche Raids, Tasks und Level-Ups geprügelt hast. Und genau das sorgt in der Community für ordentlich Reibung.

 

Warum Tarkov den Flohmarkt enger schnürt

Tarkov Flohmarkt

Die Entwickler kommunizieren es nicht groß, aber der Grund liegt auf der Hand: Cheater, RMT-Farmer und Spieler, die den Markt im Early Wipe dominieren, haben das System jahrelang ausgenutzt. Mit Update 1.0 wird das unterbunden – nicht mit einem kleinen Patch, sondern mit einer radikalen Levelbremse. Der Flohmarkt schaltet sich nun nur noch scheibchenweise frei. Und: manche Bereiche erst so spät, dass du dir bis dahin wirklich jeden Zentimeter Fortschritt erkämpft hast.

Gleichzeitig will Battlestate Games die Progression stärker an Händlern und Loot knüpfen. Meta-Gear soll nicht mehr am dritten Tag im Wipe massenhaft im Umlauf sein. Die Grundidee ist nachvollziehbar – nur die Umsetzung fühlt sich für viele wie ein Tritt gegen das Schienbein an.

 

Was jetzt wirklich wann freigeschaltet wird

Der Basiseinstieg bleibt bei Level 15. Das war’s dann aber auch mit gemütlich. Viele Kernkategorien öffnen sich erst ab Level 20 oder 25, darunter Repetierer, Assault Rifles und Marksman Rifles. Auch Rucksäcke oder bestimmte Anbauteile wie Foregrips, Laser-Module und Muzzle-Devices bleiben bis Mitte 20 verriegelt.

Richtig hart wird es ab Level 30: Barter-Items, Gear-Components, Keycards oder Injectors sind bis dahin komplett tabu. Wer also gerne früh mit seinem Crafting- oder Barter-Build durchstartet, muss jetzt länger improvisieren.

Und dann kommt die Königsklasse der Einschränkungen: Munition. Manche High-Tier-Munitionsarten sind so spät freigegeben, dass du sie ohne Raid-Glück praktisch nicht bekommst. M80 erst ab Level 35, PS12B oder Blackout CJB sogar erst kurz vor Schluss – und ja, das bedeutet: erst sehr spät im Wipe wird der Flohmarkt in Tarkov wieder zu dem mächtigen Werkzeug, das Spieler seit Jahren kennen.

Waffenkategorien & Ausrüstung:

  • Repetiergewehre – Level 20

  • Sturmgewehre – Level 25

  • Scharfschützengewehre (DMR/Marksman) – Level 25

  • Rucksäcke – Level 25

  • Vordergriffe – Level 20

  • Licht- und Lasergeräte – Level 25

  • Mündungsfeuerdämpfer / Muzzle Devices – Level 20

Die härteren Einschränkungen ab Level 30:

  • Barter-/Tauschgegenstände – Level 30

  • Gear-Komponenten – Level 30

  • Injectors / Einspritzdüsen – Level 30

  • Keycards – Level 30

High-Tier-Munition (extrem späte Freischaltung):

  • PS12B – Level 40

  • Blackout CJB – Level 40

  • M80 – Level 35

 

Community-Reaktionen zwischen Verständnis und purem Frust

Wie immer, wenn Tarkov seinen Spielern das Leben schwerer macht, spaltet sich die Stimmung. Die einen feiern es: weniger Meta-Zoo im Early Wipe, fairere Progression, mehr Gründe selbst zu looten statt alles zu kaufen. Die anderen sehen nur eines: Grind. Und nicht zu knapp. Besonders Spieler mit wenig Zeit fragen sich zurecht, ob sie in diesem Wipe überhaupt jemals die volle Bandbreite des Flohmarkts erleben werden.

Dazu kommen die wackligen Server zum Launch von 1.0, die den Fortschritt ohnehin ausbremsen. Wer zwischen Timeouts, Warteschlangen und Disconnects versucht, Level 30–40 zu erreichen, braucht mehr Geduld als eine Sniper auf Woods.

Unterm Strich wirkt der neue Escape from Tarkov Flohmarkt wie eine Mischung aus sinnvollem Anti-Cheat-Werkzeug und überzogener Progressionsbremse. Das Grundproblem, RMT und Early-Wipe-Chaos einzudämmen, ist real – aber der Preis dafür ist ein System, das nur noch Hardcore-Spieler voll ausreizen können. Wer keinen täglichen Grind hat, erlebt Tarkov jetzt noch stärker als das, was es schon immer war: gnadenlos.

Trotzdem steckt ein klares Ziel dahinter: ein langsamerer, ehrlicherer Wirtschaftskreislauf. Und ob wir wollen oder nicht – Tarkov bleibt der Shooter, der uns zwingt, jeden Vorteil zu verdienen, statt ihn einfach einzukaufen.

Quelle: LogicalSolutions via X Twitter

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