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The Dark Pictures: Man of Medan Cover

The Dark Pictures: Man of Medan

  • Release: 30. August 2019
  • Publisher: Bandai Namco
  • USK: ab 18 Jahren

Aktuell haben wir 10 Artikel zu The Dark Pictures: Man of Medan. Unten findet ihr alle News, Guides und Updates zu The Dark Pictures: Man of Medan.

The Dark Pictures: Man of Medan ist ein interaktives Horror-Abenteuer von Supermassive Games, bei dem nicht schnelle Reflexe oder große Waffenarsenale im Mittelpunkt stehen. Viel wichtiger sind deine Entscheidungen. Ein falscher Satz, eine vorschnelle Reaktion oder ein verpasstes Detail kann dafür sorgen, dass sich die Geschichte komplett anders entwickelt – und im schlimmsten Fall überlebt eine der Figuren den Ausflug nicht.

Supermassive Games bleibt damit dem erzählerischen Konzept treu, das das britische Studio bereits mit „Until Dawn“ bekannt gemacht hat. The Dark Pictures: Man of Medan bildet gleichzeitig den Auftakt der „The Dark Pictures Anthology“, einer Reihe eigenständiger Horrorgeschichten mit jeweils neuen Figuren, Schauplätzen und Bedrohungen. Die einzelnen Spiele erzählen voneinander unabhängige Geschichten und können deshalb problemlos separat gespielt werden.

The Dark Pictures: Man of Medan – Entwicklung und Genre

Entwickelt wird The Dark Pictures: Man of Medan von Supermassive Games, während Bandai Namco Entertainment als Publisher hinter dem Projekt steht. Spielerisch lässt sich das Abenteuer am ehesten als Mischung aus Survival-Horror, interaktivem Film und narrativem Adventure beschreiben.

Statt frei durch eine riesige offene Welt zu ziehen, folgst du einer stark inszenierten Geschichte. Dabei erkundest du verschiedene Bereiche, untersuchst Gegenstände, entdeckst Hinweise und führst Gespräche. Immer wieder musst du Entscheidungen treffen, deren Folgen nicht sofort offensichtlich sind.

Genau darin steckt die eigentliche Stärke des Spiels. Es gibt nicht einfach nur eine richtige und eine falsche Antwort. Beziehungen zwischen den Charakteren können sich verändern, Situationen verlaufen anders und einzelne Entscheidungen wirken sich teilweise erst deutlich später aus. Alle spielbaren Hauptfiguren können die Ereignisse überleben – theoretisch kann aber auch jede von ihnen sterben.

Dadurch besitzt The Dark Pictures: Man of Medan einen hohen Wiederspielwert. Ein zweiter Durchgang kann Szenen hervorbringen, die du beim ersten Spielen überhaupt nicht gesehen hast.

Die Handlung: Ein Tauchtrip wird zum Albtraum

Die Geschichte von The Dark Pictures: Man of Medan beginnt eigentlich ziemlich harmlos. Eine Gruppe junger Amerikaner unternimmt gemeinsam mit Kapitänin Fliss einen Tauchtrip im Südpazifik. Ihr Ziel ist ein Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg, um das sich einige ziemlich unangenehme Geschichten ranken.

Was zunächst nach Sonne, Meer und einem außergewöhnlichen Abenteuer klingt, kippt jedoch schnell in eine völlig andere Richtung. Ein Sturm zieht auf und die Gruppe gerät schließlich an Bord eines verlassenen Schiffes.

Dort beginnt der eigentliche Horror.

Das Spiel setzt dabei nicht ausschließlich auf klassische Monster oder permanente Schockmomente. Vielmehr spielt The Dark Pictures: Man of Medan mit Unsicherheit, Wahrnehmung und der Frage, welchem Charakter oder welchem vermeintlichen Hinweis du überhaupt noch vertrauen kannst. Räume verändern ihre Wirkung, Figuren erleben Situationen unterschiedlich und nicht alles, was eindeutig erscheint, muss tatsächlich der Wahrheit entsprechen.

Wer ohne Spoiler spielt und sich auf die Geschichte einlässt, bekommt deshalb deutlich mehr als eine einfache Geisterschiff-Geschichte.

Solo, Shared Story und Movie Night

The Dark Pictures: Man of Medan kann komplett alleine gespielt werden. Dabei übernimmst du im Laufe der Handlung verschiedene Charaktere und bestimmst selbst, wie sie auf die Ereignisse reagieren.

Besonders interessant sind allerdings die Multiplayer-Modi.

Im Shared Story Mode erleben zwei Spieler die Geschichte gemeinsam online. Beide übernehmen unterschiedliche Figuren, können sich zeitweise am gleichen Ort befinden oder völlig unterschiedliche Szenen erleben. Dadurch besitzt ein Spieler möglicherweise Informationen, von denen der andere überhaupt nichts weiß. Entscheidungen beider Teilnehmer beeinflussen wiederum den weiteren Verlauf der gemeinsamen Geschichte.

Der Movie Night Mode richtet sich dagegen an bis zu fünf Spieler an einer Konsole beziehungsweise einem PC. Jeder Teilnehmer bekommt einen oder mehrere Charaktere zugewiesen. Sobald die entsprechende Figur an der Reihe ist, wird der Controller weitergereicht. Gerade in einer Gruppe kann daraus herrliches Chaos entstehen, wenn jemand unbedingt „seinen“ Charakter retten möchte und dabei die restliche Besatzung ins Verderben schickt.

Zusätzlich gibt es den Curator’s Cut. Diese alternative Variante der Geschichte zeigt bekannte Situationen aus anderen Perspektiven und enthält zusätzliche Entscheidungen, Informationen und Szenen. Dadurch können selbst Spieler, die The Dark Pictures: Man of Medan bereits abgeschlossen haben, weitere Zusammenhänge entdecken und den Verlauf erneut verändern.

Unterm Strich richtet sich The Dark Pictures: Man of Medan vor allem an Spieler, die Horror nicht nur erleben, sondern selbst mitgestalten wollen. Die Mischung aus cineastischer Präsentation, verzweigter Handlung und der ständigen Gefahr, einen Charakter durch die eigenen Entscheidungen zu verlieren, macht das Abenteuer besonders interessant für mehrere Durchgänge.