PS4, PS2
Rise of the Kasai Cover

Rise of the Kasai

  • Release: 5. April 2005
  • Publisher: Sony Computer Entertainment
  • USK: Ab 12 Jahren

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Als Rise of the Kasai im Jahr 2005 exklusiv für die PlayStation 2 erschien, war es kein gewöhnliches Actionspiel. Entwickelt wurde der Titel vom Studio BottleRocket Entertainment unter der Leitung von Sony Computer Entertainment America, als spirituelle Fortsetzung von The Mark of Kri. Während viele PS2-Spiele dieser Ära auf pure Action setzten, kombinierte Rise of the Kasai geschicktes Stealth-Gameplay mit einer starken Erzählstruktur, die sich um Blutlinien, Mythen und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse drehte.

Ein Blick auf die Handlung

Die Geschichte von Rise of the Kasai entfaltet sich wie eine alte Stammeslegende. Im Mittelpunkt steht der Krieger Rau, den Fans bereits aus The Mark of Kri kennen, sowie seine Schwester Tati, die über mystische Kräfte verfügt. Beide kämpfen gegen die dunkle Bruderschaft der Kasai, eine Sekte, die sich dem Chaos und der Zerstörung verschrieben hat.

Die Handlung springt zwischen zwei Zeitebenen hin und her – der Vergangenheit und der Gegenwart – und zeigt, wie die Taten der Ahnen das Schicksal der Gegenwart prägen. Dabei werden vier spielbare Charaktere miteinander verwoben: Rau, Tati, Griz und Baumusu. Jeder von ihnen hat eigene Kampfstile, Waffen und Bewegungen, die für die unterschiedlichen Missionen entscheidend sind.

Das Spiel erzählt seine Geschichte in Zwischensequenzen, die im Stil alter Wandmalereien inszeniert sind. Dieser Kunstgriff verleiht der Erzählung einen fast mythischen Ton, der bis heute einzigartig im PS2-Zeitalter bleibt.

Gameplay und Besonderheiten

Spielerisch kombiniert Rise of the Kasai klassische Third-Person-Action mit taktischem Schleichen. Statt stumpfer Button-Masher-Action steht präzises Vorgehen im Vordergrund. Du kannst Gegner lautlos ausschalten, aus dem Schatten zuschlagen oder dich mit brachialer Waffengewalt durch feindliche Lager kämpfen.

Ein zentrales Element ist das „Markierungssystem“: Du kannst Feinde mit dem rechten Stick „markieren“ und dann gezielt zwischen ihnen hin- und herschalten – ein System, das für damalige Verhältnisse erstaunlich modern wirkte. In Kombination mit den unterschiedlichen Fähigkeiten der Charaktere entsteht ein abwechslungsreicher Spielfluss, der sowohl Taktikfans als auch Actionspieler anspricht.

Die Level sind linear, aber clever aufgebaut. Jeder Schauplatz hat seine eigene Atmosphäre – von uralten Tempeln über verfluchte Dörfer bis hin zu schneebedeckten Schlachtfeldern. Trotz technischer Limitierungen der PS2 überzeugt Rise of the Kasai mit starker Lichtstimmung, handgezeichneten Zwischensequenzen und einem Soundtrack, der perfekt die Mischung aus Tribal-Rhythmus und epischer Dramatik einfängt.

Entwicklung und Stil

Nach dem Erfolg von The Mark of Kri wollte das Entwicklerteam eine tiefere, emotionalere Fortsetzung erschaffen. BottleRocket Entertainment legte dabei besonderen Wert auf visuelle Erzählung und flüssige Animationen. Viele der Kämpfe wurden per Motion Capture eingefangen – ein Verfahren, das zu dieser Zeit noch relativ neu war.

Die künstlerische Leitung setzte auf einen Stil zwischen Comic und Tribal-Art, inspiriert von polynesischer Mythologie. Die Symbolik der Tattoos, Masken und Runen spielt eine große Rolle und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel.

Trotz starker Kritiken für Atmosphäre und Story blieb Rise of the Kasai kommerziell hinter den Erwartungen zurück. Heute gilt es als Geheimtipp der PS2-Ära – ein Spiel, das man kaum kannte, aber nie vergessen hat, wenn man es einmal erlebt hat.

  • Rise of the Kasai Trophäen-Leitfaden und Tipps

    In unserem Rise of the Kasai Trophäen Guide erfährst du, wie du das PS2-Abenteuer auf PS4 meisterst, alle Cheats nutzt und locker die Platin-Trophäe abräumst.

    3. März 2016 | 5 Min. | Jean Pierre B.
    rise of the kasai