The Witcher 4: CD Projekt Red baut Entwicklerteam rasant aus

The Witcher 4 Entwickler Team wächst bei CD Projekt Red

Manchmal fühlt es sich an, als würde CD Projekt Red gerade ein eigenes Ingame-Level-Up-System im echten Leben durchspielen. Das polnische Studio wächst so schnell wie seit Jahren nicht mehr und macht klar: Die Zukunft liegt in mehreren großen Projekten gleichzeitig. Im offiziellen Finanzbericht, den CD Projekt Red Ende Juli im PDF-Format veröffentlichte, ist nachzulesen, dass inzwischen 799 Entwickler:innen für das Unternehmen arbeiten – fast 70 mehr als noch im April 2025.

Zwischen dem 30. April und dem 31. Juli wurden 69 neue Mitarbeiter:innen eingestellt, die quer über alle laufenden Projekte verteilt wurden. Am meisten profitieren davon natürlich die beiden großen Prestigeproduktionen: The Witcher 4 und Cyberpunk 2. Genau hier bündelt CD Projekt Red die meiste Power, und die neuesten Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie die Ressourcen verteilt werden.

 

The Witcher 4 bleibt das Kernprojekt

The Witcher 4 bleibt das Kernprojekt

Mit über 444 Entwickler:innen ist The Witcher 4 aktuell das größte Team im gesamten Unternehmen. Noch im Frühjahr lag die Zahl bei 422 – ein Zuwachs von 22 Köpfen in nur drei Monaten. Damit fließen mehr als 50 % aller verfügbaren Ressourcen in den vierten Witcher-Teil, der als Auftakt einer neuen Trilogie angelegt ist.

Fans dürfen sich nicht nur auf eine moderne technische Basis mit der Unreal Engine 5 freuen, sondern auch auf inhaltliche Neuerungen. In der Gerüchteküche wird bereits seit Monaten spekuliert, dass Ciri eine zentrale Rolle übernehmen könnte. Bestätigt ist das zwar noch nicht, aber die massiven Investitionen zeigen, dass CD Projekt Red keine halben Sachen macht. Branchenportale wie PC Gamer verweisen darauf, dass ein Release frühestens 2027 realistisch ist – was im aktuellen AAA-Zyklus kaum überraschen dürfte.

 

Cyberpunk 2 nimmt Fahrt auf

Parallel dazu wächst auch das Team für den Nachfolger von Cyberpunk 2077, der intern unter dem Codenamen Orion läuft. Hier legte die Teamstärke von 96 auf 116 Entwickler:innen zu – also plus 20 in kürzester Zeit. Auch wenn Cyberpunk 2 offiziell noch in der Pre-Production steckt, ist das ein klares Signal: Die Entwicklung soll deutlich schneller vorangehen, als es beim ersten Teil der Fall war.

Geleitet wird das Projekt vor allem von den neuen Standorten in Boston und Vancouver, die gemeinsam mit Warschau den Kern bilden. Ziel ist es, internationale Expertise zu bündeln und von Anfang an auf moderne Pipeline-Strukturen zu setzen. Laut Reuters wird ein Release nicht vor 2030 erwartet, doch die aktuellen Zahlen zeigen: Schon in dieser frühen Phase wird das Projekt mit starken Ressourcen gefüttert, um spätere Verzögerungen zu vermeiden.

 

Nebenprojekte wachsen behutsam mit

Natürlich geht es bei CD Projekt Red nicht nur um Witcher und Cyberpunk. Auch die kleineren Projekte bekommen ihr Stück vom Kuchen. Project Sirius, ein Multiplayer-Ableger im Witcher-Universum, wuchs von 48 auf 51 Entwickler:innen. Project Hadar, ein komplett neues Franchise, kletterte von 19 auf 22. Sogar die Kategorie „andere Projekte“ legte leicht zu – von 14 auf 17.

Besonders spannend ist der Blick auf das Shared Services-Team. Dort arbeiten inzwischen 149 Mitarbeiter:innen, die alle Spiele mit QA, Lokalisierung, Datenmanagement und technischer Infrastruktur unterstützen. Insider-Gaming hat bestätigt, dass gerade dieser Bereich in den letzten Monaten überdurchschnittlich gewachsen ist, um die parallel laufenden Großproduktionen effizient zu stützen.

Fast 800 Entwickler:innen, davon über die Hälfte auf The Witcher 4, knapp 120 auf Cyberpunk 2 und wachsende Teams bei Sirius und Hadar – CD Projekt Red fährt die ganz große Schiene. Mit 69 Neueinstellungen in nur drei Monaten macht das Studio klar, dass es auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen will.

Für uns Spieler bedeutet das zweierlei: Witcher 4 wird mit massiver Power entwickelt und dürfte zum Highlight der nächsten Konsolengeneration werden. Gleichzeitig darf man gespannt sein, wie Cyberpunk 2 die Fehler des Vorgängers vermeiden will. Fest steht: Mit der wachsenden Zahl an Entwicklern stellt sich das Studio so stark auf wie nie zuvor. Die nächsten Jahre werden spannend – egal ob wir Monster jagen oder zurück nach Night City ziehen.

Bildquelle und weitere Infos zu Witcher 4: www.thewitcher.com

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