Der ‚Landwirtschafts-Simulator 25‘ im Test – Review Guide
Als Fan der Reihe, der bereits unzählige Stunden im Landwirtschafts-Simulator 25 verbracht hat, fühlte ich mich beim Start von Farming Simulator 25 sofort in vertrautem Terrain. Die Menüführung, die Geräusche der Traktoren, das Klicken der Maschinen und die endlosen Felder – all das war mir vertraut. Doch die Geschichte des Spiels und der Start mit einem nostalgischen Twist gaben dem neuen Teil eine besondere Note: Ich erbte den Hof meines Großvaters.
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Landwirtschafts-Simulator 25: Großvater, der Mentor
Der Einstieg ins Spiel beginnt mit einem charmanten Szenario: Mein Großvater übergibt mir den Familienhof, eine Tradition, die sich über Generationen entwickelt hat. Er nimmt sich die Zeit, mir die Grundlagen zu zeigen – von der Bestellung der Felder bis zur Bedienung der Maschinen. Diese persönliche Note hat mir sehr gefallen, denn sie gab dem Start eine emotionale Verbindung und ließ mich sofort in die Welt des Spiels eintauchen.
Das Tutorial ist in diesen ersten Momenten gut umgesetzt, um die Grundmechaniken zu erlernen. Großvater führt einen behutsam durch die ersten Aufgaben: Wie pflanzt man Feldfrüchte? Wie nutzt man die Maschinen effizient? Was passiert, wenn die Ernte reif ist? Doch die anfängliche Unterstützung endet schnell, und ich war auf mich allein gestellt. Hier zeigte sich die Schwäche des Spiels: Viele der tiefergehenden Mechaniken werden schlichtweg nicht erklärt.
Die drei Karten im Test: Vielfalt in Landschaft und Aufgaben
Ein besonderer Reiz des Spiels liegt in den drei Karten, die jede für sich einzigartig gestaltet sind:
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Hutan Patai: Diese ostasiatisch inspirierte Karte beeindruckt durch dichte Wälder, tropische Landschaften und die Reisfelder. Besonders spannend fand ich die Nebenaufgabe, bei der ich einem alten Tempel helfen musste, 25 Farmballs – kleine, goldleuchtende Kugeln – zu finden. Jede dieser Kugeln brachte mir 10.000 Euro und schaltete nach Abschluss ein Achievement frei. Die Suche brachte eine willkommene Abwechslung in den Arbeitsalltag und motivierte mich, die Umgebung genauer zu erkunden.
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Riverbend Springs: Eine weitläufige nordamerikanische Karte mit offenen Feldern und einem Fluss, der die Karte durchzieht. Sie eignet sich hervorragend für den klassischen Ackerbau und lässt mich mit riesigen Maschinen arbeiten.
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Zielonka: Eine mitteleuropäische Karte mit charmanten Dörfern und dichten Wäldern. Sie bietet die perfekte Kulisse für Spieler, die eine Kombination aus Ackerbau und Forstwirtschaft bevorzugen.
Das Tutorial: Lehrreich, aber unvollständig
Ein großes Highlight des Spiels ist der Reisanbau, eine absolute Neuheit für die Serie. Ich war sofort fasziniert von der Idee, ein Reisfeld zu bewirtschaften, da es eine ganz andere Art von Landwirtschaft darstellt. Doch die Begeisterung wich schnell einer gewissen Frustration. Es gab keine Hinweise, wie ich ein Reisfeld anlege, geschweige denn, wie ich es fluten soll – ein essenzieller Schritt im Anbauprozess.
Ich musste erst herausfinden, dass spezielle Maschinen benötigt werden und das mit dem Anlegen eines Reisfeldes, das Wassermanagement-System Automatisch Platziert wird. Für Fans wie mich, die gerne experimentieren, war das eine spannende Herausforderung. Doch ich konnte nicht anders, als mich zu fragen, wie viele neue Spieler an genau diesem Punkt aufgeben könnten. Es ist ein Versäumnis, dass diese aufregende neue Mechanik nicht besser erklärt wird.
Das Gleiche gilt für andere grundlegende Aufgaben wie die Verwendung einer Kettensäge, das Kalken oder Düngen von Feldern. Wer nicht ständig ins Menü schaut oder sich durch die Hilfeseiten klickt, läuft Gefahr, wichtige Details zu übersehen. Das Tutorial vermittelt die Grundlagen – doch für den Sprung in die komplexeren Mechaniken ist man auf sich allein gestellt.
Die Freiheit, die Landwirtschaft neu zu denken
Trotz der anfänglichen Stolpersteine bietet Landwirtschafts-Simulator 25 eine beeindruckende Bandbreite an Möglichkeiten. Die Mischung aus altbewährten Systemen und neuen Features wie dem Reisanbau und der erweiterten Tierhaltung sorgt für frischen Wind auf dem Hof. Ich konnte selbst entscheiden, wie ich meinen Hof ausbaue: Soll ich mich auf Getreide konzentrieren, mit Gewächshäusern in die Massenproduktion gehen oder Tiere wie Kühe, Hühner und Schweine züchten?
Besonders gefallen hat mir die Menge an Fahrzeugen, die zur Verfügung stehen. Vom kleinen Traktor bis zur riesigen Erntemaschine ist alles dabei. Die neuen Maschinen für den Reisanbau sind speziell und bringen zusätzliche Tiefe ins Gameplay.
Die langfristige Planung ist anspruchsvoll, aber lohnend: Es reicht nicht, einfach nur Samen auszusäen und auf die Ernte zu warten. Ich musste darauf achten, meine Felder zu kalken, rechtzeitig zu düngen und auf den Zustand des Bodens zu achten. Jede Entscheidung hatte Konsequenzen – ein Aspekt, der Farming Simulator 25 sowohl fordernd als auch unglaublich belohnend macht.
Ein lebendiges, aber statisches Umfeld
Die Welt des Spiels ist beeindruckend gestaltet. Ich konnte mit meinen Fahrzeugen durch malerische Landschaften fahren, andere Farmen besuchen oder Rohstoffe zu Abgabestellen transportieren. Doch hier fühlte sich die Welt auch etwas leblos an. Fußgänger und Autos reagieren nicht auf meine Aktionen, und es gibt wenig Interaktivität abseits der landwirtschaftlichen Arbeit. Ich hätte mir gewünscht, dass das Spiel hier mehr Tiefe bietet, um die Immersion zu verstärken.
Fazit: Ein Schritt nach vorne mit Luft nach oben
Farming Simulator 25 ist ein gelungener Mix aus Altbewährtem und spannenden neuen Mechaniken. Der emotionale Einstieg mit dem Großvater als Mentor verleiht dem Spiel Persönlichkeit, und die neuen Möglichkeiten wie der Reisanbau sind echte Highlights. Doch das Spiel hat auch Schwächen: Das Tutorial ist zu kurz und unvollständig, und die Welt fühlt sich außerhalb der Landwirtschaft oft leblos an. Für erfahrene Spieler bietet der Landwirtschafts-Simulator 25 dennoch eine lohnende, immersive Erfahrung. Neue Spieler sollten sich auf eine steile Lernkurve einstellen, werden dafür aber mit einem umfassenden Landwirtschaftserlebnis belohnt.
Landwirtschafts-Simulator 25 im Test
Positiv:
- Emotionale Einführung mit dem Großvater als Mentor
- Authentisches und vielseitiges Landwirtschaftserlebnis
- Neue Mechaniken wie der Reisanbau bringen frischen Wind
- Freiheit, den eigenen Hof nach eigenen Vorstellungen zu entwickeln
- Beeindruckende Maschinen und Fahrzeuge
Negativ:
- Unzureichendes Tutorial lässt viele Fragen offen
- Komplexe Mechaniken könnten neue Spieler überfordern
- Die Welt wirkt außerhalb der Landwirtschaft leblos
Weitere Neuigkeiten und Tutorials zum Simulator, findet ihr auf unserem Virtuellen Bauernhof, der LS25 Übersichtseite oder in unserem Trophäen-Leitfaden.
